Museum für Islamische Kunst

Das Museum für Islamische Kunst entstand ursprünglich im Jahre 1904 als eine der Kunstsammlungen des preußischen Staates und ist somit das älteste Museum seiner Art in der westlichen Welt. Heute gehört es zu den 17 Museen der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) in der vom Bund und den Ländern getragenen Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK). Sein einzigartiger Standort auf der Berliner Museumsinsel, in einem der bedeutendsten historischen Museumsbauten, dem Pergamonmuseum, ist neben der herausragenden Sammlung ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal des Museums für Islamische Kunst. Die Museumsinsel in Berlin zählt weltweit zu den größten und ältesten Museumsensembles und wurde im Jahr 1999 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Die meisten Sammlungsobjekte des Museums sind dem Bereich der städtischen und höfischen Kunst, und nur ganz wenige einem religiösem Kontext zuzuordnen. Der Großteil der Kunstwerke stammt aus dem 7. bis 19. Jahrhundert und aus einem Gebiet, das von Spanien bis nach Indien reicht. Zwar stammen die Objekte aus Gesellschaften, in denen die große Mehrheit der Bevölkerung muslimisch war, jedoch Seite an Seite mit Angehörigen anderer Religionen lebte. Diese Eigenschaft findet sich in den »Kulturgeschichten aus dem Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum« wieder, wo Schüler die Möglichkeit haben, sich anhand spannender Geschichten über die kulturelle Vielfalt zu informieren und Bezüge zu ihren eigenen Lebenswelten herzustellen. Die »Kulturgeschichten« nehmen die Kinder mit auf spannende Reisen in die Vergangenheit, auf denen sie viel über die Gegenwart lernen können. Sie ermöglichen Einblicke in die abwechslungsreichen Aufgaben eines Museums, aber erzählen anhand der Objekte auch von den unzähligen Überschneidungen und Verbindungen zwischen Orient und Okzident.